Flyer-Briefing: Checkliste für Künstler
Ein Flyer-Briefing sammelt alles, was ein Designer oder ein KI-Werkzeug braucht: Format und Druckangaben, Event-Daten, Line-up, Logos, QR-Code, Stilwünsche und geklärte Rechte. Wer das vorher festhält, spart Rückfragen und Korrekturrunden.

Was ist ein Briefing?
Ein Briefing ist eine schriftliche Anleitung für die Gestaltung. Es beantwortet vorab die Fragen, die sonst während der Arbeit auftauchen: Wie gross wird der Flyer? Wer spielt wann? Welche Logos müssen drauf? Je klarer das Briefing, desto weniger Korrekturrunden brauchst du. Das gilt für eine Grafikerin genauso wie für ein KI-Werkzeug, das aus deinen Angaben ein Bild erzeugt.
1. Format und Druck
Lege zuerst fest, wo der Flyer eingesetzt wird. Danach richten sich alle weiteren Entscheide.
- Art: Flyer zum Verteilen, Plakat zum Aufhängen oder Bild für Social Media
- Format: bei Flyern häufig A6, A5 oder DL, bei Plakaten A3 und grösser, bei Social Media ein Pixelformat
- Auflage: wie viele Stück gedruckt werden sollen
- Druckart: Digital- oder Offsetdruck, falls schon bekannt (die Druckerei sagt dir, was sie braucht)
- Beschnitt: Bilder und Farbflächen, die bis an den Rand reichen, müssen etwas über das Endformat hinausgehen. Häufig sind es 3 Millimeter rundum. Frag bei der Druckerei nach.
- Farbmodus: Druck arbeitet meist mit CMYK, Bildschirme mit RGB. Nenne, was die Druckerei verlangt.
2. Angaben zum Event
Schreibe alles auf, was ein Gast wissen muss, und prüfe jede Zahl doppelt. Ein falsches Datum auf tausend Flyern ist teuer.
- Name des Events und, wenn nötig, ein Untertitel
- Datum, Einlass, Beginn und Ende
- Ort mit Namen des Lokals, Adresse, Postleitzahl und Stadt
- Eintritt: frei, fester Preis oder Spende, dazu der Vorverkauf
- Mindestalter, falls es eines gibt
- Veranstalter und Kontakt, bei Bedarf ein Impressum
In ActBase kannst du die Angaben aus einem Termin im Terminkalender übernehmen. Dann musst du Datum, Zeit und Ort nicht noch einmal eintippen.
3. Line-up und Texte
Führe alle Auftretenden mit Namen und, wenn sinnvoll, mit Rolle und Spielzeit auf: DJ, Live-Act, Band, Gast. Bestimme, wer als Hauptact grösser erscheinen soll. Halte Texte kurz. Ein Flyer wird meist nur wenige Sekunden angeschaut, deshalb zählen Name, Datum, Ort und eine klare Botschaft. Alles andere gehört auf die Event-Seite oder in die Rückseite.
4. Bilder, Logos und QR-Code
Sammle die Dateien, bevor die Gestaltung beginnt: ein gutes Hauptbild, dein Logo, die Logos der Partner und Sponsoren. Dazu kommt, wenn gewünscht, ein QR-Code mit Link zu Tickets oder zum Event. Wie gross er sein sollte, steht im Beitrag QR-Code auf dem Plakat, wie du Sponsoren sauber einbindest, im Beitrag Sponsorenlogos auf dem Flyer. Tipps für gute Fotos findest du unter Fotos fürs Künstlerprofil.
5. Stil und Vorbilder
Beschreibe die Stimmung mit Worten wie minimal, retro, dunkel, verspielt oder elegant. Noch besser sind Vorbilder: Zeige zwei bis drei Flyer, die dir gefallen, und, falls vorhanden, einen, der gar nicht passt. So versteht die Gestalterin schneller, was du meinst. Nenne ausserdem Farben, die du magst oder vermeiden willst, und ob dein Logo die Farben vorgeben soll.
6. Rechte und Freigaben
Kläre vor dem Druck, ob du die Bilder verwenden darfst. Fotos von Fotografen, Bilder aus dem Netz und Musikcovers sind nicht automatisch frei. Sponsoren möchten ihr Logo oft vorher sehen. Wenn Alkohol im Spiel ist oder junge Gäste kommen, gelten besondere Regeln, frag im Zweifel beim Veranstalter nach. Halte die Zusagen schriftlich fest.
7. Lesbarkeit prüfen
Bei Plakaten lohnt sich ein Test aus mehreren Metern Abstand: Sind Name, Datum und Ort noch lesbar? Bei Flyern zeigt ein Ausdruck in Originalgrösse, ob kleine Schrift und der QR-Code funktionieren. Prüfe auch die Rechtschreibung und lass eine zweite Person gegenlesen.
Typische Fehler im Briefing
- Zu wenig Angaben: «Mach was Cooles für Samstag» reicht nicht. Datum, Ort und Line-up sind das Minimum.
- Widersprüche: Auf dem Flyer steht Einlass 21 Uhr, im Event-Link 22 Uhr. Gleiche alle Kanäle ab, bevor du etwas schickst.
- Zu viel auf einmal: Wer alles auf den Flyer will, bekommt ein Textfeld statt eines Plakats. Entscheide, was wichtig ist, und lasse den Rest weg.
- Keine Dateien dabei: Logos und Fotos erst nachzuliefern verzögert die Arbeit.
- Kein Termin für die Freigabe: Plane Zeit für Korrekturen und den Druck ein. Frage die Druckerei, wie lange sie braucht.
Ein kurzes Beispiel
Das folgende Beispiel ist erfunden und zeigt, wie knapp ein gutes Briefing sein kann: «Flyer A5, Hochformat, 500 Stück, Digitaldruck, 3 mm Beschnitt. Event: Sommernacht am See, Samstag, 18. Juli, Einlass 21 Uhr, Eintritt frei. Ort: Seebad, Beispielstrasse 1, Beispielstadt. Line-up: DJ Beispiel (Hauptact), Band Beispiel, Gast-DJ. Stil: dunkel, mit viel Weissraum, ähnlich wie das beigelegte Vorbild. QR-Code unten rechts mit Link zur Event-Seite. Logos: unser Logo und zwei Partner, Dateien liegen bei.»
Briefing mit ActBase erstellen
Die Funktion Flyer & Plakate führt dich Schritt für Schritt durch diese Punkte. Ein Vollständigkeits-Check zeigt, was noch fehlt. Am Ende erhältst du ein druckbares Briefing und einen Textbaustein, den du an Designer oder an ein KI-Werkzeug weitergeben kannst. Die Funktion ist in Arbeit, ActBase ist noch nicht allgemein verfügbar, du kannst dich vormerken lassen.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit sollte ich für ein Flyer-Briefing einplanen?
Für die Grundangaben genügt oft eine halbe Stunde, wenn Datum, Ort und Line-up feststehen. Mehr Zeit brauchst du, um Bilder, Logos und Freigaben zusammenzutragen.
Brauche ich ein Briefing, wenn ich selbst gestalte?
Es lohnt sich trotzdem. Es zwingt dich, alle Angaben zu klären, und verhindert, dass dir kurz vor dem Druck Datum, Logos oder Rechte fehlen.
Was gehört unbedingt auf einen Flyer?
Name des Events, Datum, Uhrzeit, Ort und die wichtigsten Auftretenden. Dazu eine Möglichkeit, mehr zu erfahren oder Tickets zu holen.





